Wie funktioniert Selbsthilfe?

Was du selbst bei oder gegen Stress tun kannst

Jede Person hat andere Strategien, um mit Stress umzugehen. Einige sind langfristig (z.B. regelmäßig Sport treiben), manche nur kurzfristig hilfreich (z.B. Raum verlassen bei Konflikten) und andere sind weniger nützlich (z.B. Süßigkeiten essen, mehr rauchen).

Hier meine Tipps:

Beruflich:

  • Verändere die Dinge, die du in der Hand hast. Kannst du um etwas Aufschub bitten? Hast du einen Kollegen, der dir helfen kann? Im Zweifel räume deinen Schreibtisch und deinen E-Mail-Posteingang auf, um deine Gedanken zu sortieren.
  • Mache bewusst Pausen, vor allem dann, wenn es stressig ist. Gönne dir bewusst einen guten Kaffee, gehe 5 Minuten an die frische Luft und iss dein Mittagessen nicht vor dem Bildschirm nebenbei. Jeder Fußballtrainer weiß, dass man nicht während des Trainings besser wird, sondern in den Regenerationsphasen!
  • Denke an ähnliche Situationen, die du bereits erfolgreich gemeistert hast. Was hat damals geholfen?

Privat:

  • Familienleben und Freundschaften pflegen
  • Spaziergänge, Sport und genügend Schlaf einplanen
  • Akzeptieren, dass alltäglicher Streit und Konflikte völlig normal sind – auch im Urlaub und an Festtagen
  • Persönliche Freiräume, Rückzugs- und zeitnahe und ausgiebige Entspannungsmöglichkeiten schaffen, den Alltag nicht mit Terminen überladen
  • Auf gesunde, ausgewogene Ernährung achten, öfters mal „Anti-Stress-Food“ auf den Speisezettel setzen: Müsli, Papaya, Paprika, Bio-Geflügel
  • Pflanzliche Arzzneimittel, wie z.B. Baldrian oder Hopfen tragen zur Beruhigung bei, gegen depressive Verstimmungen hilft Johanniskraut
  • Das ätherische Öl der Melisse wirkt krampflösend und nervenberuhigend. Eine Anwendung ist besonders bei nervös bedingten Einschlafstörungen und Unruhezuständen zu empfehlen. Gekoppelt mit einer Massage tragen sie besonders zur Entspannung bei.
  • Bachblüten sind auch einen Versuch wert: Impatiens hilft gegen Ungeduld, Elm stärkt sie bei Überforderung, Vervain bei einem ausgeprägten Ruhebedürfnis.
  • Bei der Akupressur geschieht die Behandlung nur mit Händen. Durch Druck und Reibung an bestimmten Punkten des Körpers soll der gleichmäßige Fluss der Lebensenergie wieder in Gang gesetzt werden. Akupressur kann auch zur Entspannung verkrampfter Muskeln, gegen Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen, der Beseitigung von Übermüdungserscheinungen und zur Erhöhung des Wohlbefindens eingesetzt werden.
  • Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training, Yoga oder andere Entspannungstechniken helfen, mit Stress besser umzugehen.

Beruflich und Privat:

  • Gib nicht dem ersten Gefühl von Wut und Verzweiflung nach. Atme tief durch und schlafe eventuell eine Nacht darüber.
  • Absprachen mit allen Beteiligten über die jeweiligen Erwartungen und Vorstellungen – das gilt für Projekte im Beruf genauso wie für Urlaub und Feiertage
  • Delegieren
  • Erwartungen (vor allem an sich selbst) nicht zu hoch zu setzen, schauen, ob wirklich eine 100 %-ige Zielerreichung notwendig ist
  • Lernen, „Nein“ zu sagen und sich nicht allen Wünschen von außen zu beugen
  • Spannungen schnell ansprechen und klären, damit sie nicht eskalieren; nervende Kollegen ansprechen oder ignorieren
  • Berücksichtige mehr deine innere Uhr (zum Beispiel schwierige Aufgaben am Vormittag oder späten Nachmittag während des persönlichen Leistungshoch erledigen); Arbeitszeit so einteilen, dass genügend Freizeit bleibt, Urlaubstage voll ausschöpfen
  • Ruhige Atmung wirkt entspannend, weil sie Sauerstoff und Energie in den Körper bringt
  • Belohne idch, wenn der Stress überstanden ist. Feiere Erfolge! Und wenn es nur ein zusätzliches Stück Schokolade ist.

Wenn Sie alleine nicht weiterkommen

Hole dir Unterstützung von anderen. Rede mit Außenstehenden, um einen Blick von außen zu bekommen. Sprich im Team oder bei deine Vorgesetzten stressige Situationen an und sucht gemeinsam eine Lösung.

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