Stress im Alltag

Unter Stress versteht man die Beanspruchung des Menschen durch innere und äußere Reize oder Belastungen. Diese können sowohl künstlich als auch natürlich, sowohl biotisch als auch abiotisch sein, sowohl auf den Körper als auch die Psyche des Menschen einwirken und letztlich als positiv oder negativ empfunden werden oder sich auswirken. Die Bewältigung der Beanspruchung ist von den persönlichen Eigenschaften und kognitiven Fähigkeiten der individuellen Person abhängig, der Umgang mit einer Bedrohung wird auch Coping genannt. Einsetzbare Verhaltensweisen sind z.B. Aggression, Flucht, Akzeptanz, Änderung der Bedingung oder Verleugnung der Situation.

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Kommt es aufgrund verschiedener Stressoren und der fehlenden Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu einer totalen Erschöpfung, könnte ein Burnout vorliegen. Burnout beschreibt einen Zustand tiefer emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung. Er wird meist mit Überforderung und Stress im Beruf in Zusammenhang gebracht. Die Ursachen sind jedoch vielfältig. So kann die Krankheit auch außerhalb der Arbeit entstehen, beispielsweise wenn jemand seine Angehörigen pflegt oder aufgrund von Arbeitslosigkeit emotional stark unter Druck steht.

„Manchmal muss Ranklotzen sein“ – soviel steht fest. Kannst du dich nach einem harten Jahr in einem Urlaub richtig erholen und freust du dich wieder auf neue Aufgaben, so besteht keine Burnout-Gefahr. Löst aber eine Stressphase die nächste ab, stimmt etwas nicht. Und wenn du dich in der Freizeit nicht mehr regenerieren kannst, sollten die Alarmglocken läuten. Denn: Burnout wird oft zu spät erkannt.

Beim Burnout gilt das Gleiche wie bei vielen anderen Krankheiten und Störungen: Je früher das Problem erkannt und angegangen wird, desto besser lässt es sich beheben. Die Voraussetzung für eine Besserung ist die Einsicht, dass es überhaupt ein Burnout-Problem gibt. Dazu sollten Betroffene mit therapeutischer Unterstützung folgende vier Fragen klären:

  • Inwiefern trage ich selbst zu meinem Burnout bei?
  • Wo überschreite ich meine Grenzen?
  • Welche Umweltfaktoren sind beteiligt?
  • Welche lassen sich verändern, welche nicht?

Menschen mit Burnout, die sich ihren Eigenanteil an der Situation nicht eingestehen, können auch das Übel nicht selbst an der Wurzel packen. Selbsthilfegruppen und die Erfahrungsberichte anderer Burnout-Patienten fördern in vielen Fällen eine Krankheitseinsicht.

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